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Eigentlich ist es ein Tabu-Thema.

Dennoch lieben wir diesen unmittelbaren Dopamin-Kick, wenn wir sehen, dass es Neuigkeiten im Newsletter, auf LinkedIn oder den anderen sozialen Medien gibt. Aber wehe, wenn jemand plötzlich hereinkommt oder dich dabei erwischt. Dann wird das Handy schnell bei Seite gestellt, fast schon so, als hätte man etwas Verbotenes getan.

Was da unbewusst mitschwingt ist das schlechte Gewissen, das wir nach dem kurzen Dopamin-Kick haben, nämlich dass wir nicht produktiv waren oder uns haben ablenken lassen.

Wenn dir das bekannt vorkommt, dann lies weiter.

Denn ich kann dich beruhigen.

Jeder macht es.

Auch ich.

Wenn du aber herauskommen möchtest aus diesem unbewussten „Wegdriften“ in die digitale Welt, musst du dich selbst überlisten. Dieser Artikel zeigt dir, wie das geht.

 

Ursachen für Unproduktivität

Wenn du jemanden fragst, warum er seine Neujahrs-Vorsätze noch nicht umgesetzt hat, wirst du meist zahlreiche Vorwände zu hören bekommen:

  • zu wenig Zeit
  • andere dringende Verpflichtungen
  • Umstände, die es verhindert haben
  • oder auch Menschen, die im Weg standen

Was die Wenigsten wissen ist, dass wir diese Vorwände suchen, weil wir nicht wissen, warum wir es einfach nicht schaffen, an unseren gesteckten Zielen dran zu bleiben.

Ähnliches Phänomen bei Projekt-Teams: wenn die Ziele des Projektes genauso formuliert sind wie Neujahrsvorsätze, kommt das Projekt früher oder später zum Erliegen und keiner weiß so recht, warum.

Der eigentliche Grund und die wahre Ursache für das „Nicht-Umsetzen“ bzw. Hinausschieben von Vorhaben liegt nicht an der mangelnden Kompetenz.

Auch nicht an dem falsch formulierten Ziel, denn selbst SMART formulierte Ziele werden nicht garantiert umgesetzt.

Es liegt an unserem Körper.

Konkret an unserem Gehirn.

Und unseren Gewohnheiten.

 

Wie wir Menschen „ticken“

Viele Menschen versuchen mit reiner Willensstärke und Selbstdisziplin der eigenen vermeintlichen Schwäche entgegen zu wirken. Das funktioniert auch gut bis zu dem Moment, wo wir „rückfällig“ werden und beim alten Trott landen. Der Jojo-Effekt bei Diäten und die Besucherzahlen in Fitness-Studios lassen grüßen.

Würden wir uns nur auf unsere Willensstärke verlassen, würden wir kläglich scheitern.

Denn ein Mechanismus ist viel stärker, und das ist die Gewohnheit.

Um das zu verstehen lade ich dich zu einem kleinen Exkurs in die Biologie ein:

In unseren ersten Lebensjahren prägen wir uns viele unserer späteren Denk-und Handlungsweisen ein, indem wir diese immer und immer wieder wiederholen. Das Gehirn merkt sich diese Prozesse des Laufens, des Fahrrad-Fahrens, Zähneputzens und später auch Auto-Fahrens, indem es diese Abläufe wie ein Mini-Programm im hinteren Teil unseres Gehirns abspeichert. Das ist sehr schlau, denn nun hat der vordere Teil des Gehirns, der fürs aktive Denken, Sprechen und Lösen von Problemen zuständig ist, wieder Kapazitäten frei. Auf diese Weise spart unser Gehirn Energie.

Wenn wir nun etwas Neues in unser Leben holen möchten, ein neues Projekt beginnen, eine neue Gewohnheit etablieren wollen, fragt sich unser Gehirn: „Was zum Henker soll ich mit dieser Sache anfangen? Die kostet mich nichts weiter als reine Energie und diese brauche ich für wichtigere Dinge.“ Diesen Widerstand spürst du dann in Form von Unlust und schwupps, schon lässt du dich ablenken von der neu aufgepoppten Nachricht. Diese beschert dir nämlich erstmal einen netten Dopamin-Kick und dein Gehirn freut sich, dass es Energie gespart hat.

 

Mit und nicht gegen deinen Körper

Diesen Mechanismus, den dein Gehirn da automatisch verwendet, um für dich Informationen vorzuselektieren und dich unbewusst zurück in die gewohnte Richtung zu lenken, kannst du auch für dich nutzen.

Indem du bewusst Trigger platzierst, die dich zurückbringen zu deinem eigentlichen Vorhaben. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass du mit und nicht gegen deinen Körper arbeitest. Du nutzt quasi die vorhandenen Mechanismen für deinen Zweck.

Wie sieht das nun konkret aus?

 

Trigger richtig platzieren

Immer dann, wenn du dir etwas vornimmst, das über einen längeren Zeitraum deine Bemühungen erfordert, brauchst du einen gedanklichen Anker, der dir einen Alarm setzt. Wenn du zum Beispiel ein Projekt umsetzen möchtest, setze eine Deadline. Damit du diese Deadline auch einhältst, musst du einen Trigger setzen, der die Alarm-Funktion deines Gehirns nutzt: du kommunizierst diese Deadline und dein Vorhaben an dein Umfeld.

Ich habe mit diesem Trick damals meinen allerersten Onlinekurs durchgeführt, meinen ersten Halbmarathon geschafft und auch mein Studium mit zwei kleinen Kindern auf diese Weise beendet.

Elon Musk macht das auch.

Er verkündet Monate im Voraus ein neues Modell und macht einen richtigen Hype um das Veröffentlichungsdatum herum. Hat wunderbar geklappt bisher 🙂

Was auch immer du dir vornimmst, setzte diesen Trigger und du wirst sehen, es funktioniert.

Wenn du nämlich eine Deadline hast, die unverrückbar ist, von der auch alle anderen um dich herum wissen, wirst du alles dafür tun, um dich nicht zu blamieren und es irgendwie trotzdem zu schaffen. Plötzlich werden News und Social Media sowas von unwichtig und du wirst auf natürliche Weise im Fokus bleiben.

Probiere es gern aus und schreibe mir, wie es bei dir geklappt hat.

Solltest du mehr über die Arbeit mit Triggern erfahren wollen, dann lass uns reden.

Sei mutig. Werde großartig und bleib einfach du selbst.

Deine Ewa

 

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